…skandierten Fußballfans früher ironisch, wenn sie sich eines übertriebenen Polizeieinsatzes ausgesetzt wähnten. Als diese Woche gemeldet wurde, in Berlin sei ein Polizist durch einen Helikopterunfall am Olympiastadion ums Leben gekommen, wunderten wir uns dann schon, dass dies im Rahmen der Übung eines “Anti-Hooligan-Einsatzes” geschehen sei.
Jetzt streitet die Politik über die Ursache des Unglücks: mangelnde Sorgfalt, schlechtes Wetter, menschliches Versagen – von Hysterie in der sog. “Sicherheitsdebatte” im Fußball allerdings war kaum die Rede…
In Brasilien wird z. B. ein Fan erschossen, in Argentinien findet ein Risikospiel auf einer Stadionbaustelle statt, in Griechenland (s. Video) wird durch Randale die Meisterschaft entschieden. (weiterlesen…)
“Das ist kein Fußball, das ist Krieg und vor uns sterben Menschen.”
Mohamed Abou Treika, Spieler von Al Ahly Kairo, zu den schweren Ausschreitungen nach dem Spiel bei Al Masry Port Said – es sollen heute mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen sein.
Ausschreitungen beim Hauptstadtderby in Peru zwischen Universitario und Alianza haben vergangenen Samstag ein Menschenleben gekostet – ein 23-Jähriger erlitt bei einem Sturz von der Tribüne des Estadio Monumental in Lima tödliche Verletzungen. (weiterlesen…)
In Kolumbien ist ein Fan bei Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gruppierungen ums Leben gekommen. Auch in Athen und Moskau gab es – zum wiederholten mal – blutige Randale. (weiterlesen…)
Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen vor der Partie zwischen CA Vélez Sarsfield und San Lorenzo ist am Sonntag ein 40-Jähriger ums Leben gekommen. (weiterlesen…)
Kürzlich stießen wir auf einen Fernsehbeitrag zum Thema “Italien: Gehäufte Todesfälle unter Ex-Fußballern” vom November 2010. In diesem Zusammenhang sei auch nochmal an den Dopingprozess im Jahr 2004 gegen Juventus Turin erinnert, bei dem lediglich der Vereinsarzt schuldig gesprochen wurde, sowie dessen Freispruch in zweiter und wegen Verjährung entscheidender Instanz 2005.
Drei weitere Todesopfer in Zusammenhang mit Fußball
Der bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen im Umfeld der Partie Paris St. Germain – Olympique Marseille (28. Februar) schwer verletzte Yann L. ist tot. (weiterlesen…)
Nach dem Stadtderby zwischen SE Palmeiras und dem FC São Paulo (21.02.) ist ein Mann bei Ausschreitungen rivalisierender Fans getötet worden.
Der Palmeiras-Anhänger erlitt bei den Auseinandersetzungen am Sonntag einen Kopfschuss, an dessen Folgen er starb. Drei weitere Fußballfans wurden durch Schusswaffen verletzt, ein anderer verlor durch die Detonation eines selbst gebauten Sprengsatzes eine Hand. Insgesamt wurden bei den gewaltsamen Krawallen zwölf Personen verletzt.
Der 28-Jährige Brice Taton ist in einem Belgrader Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen, die ihm gewalttätige Fans am 17. September im Vorfeld der Euro-League-Partie zwischen FK Partizan und Toulouse FC zugefügt hatten. Der Franzose war in einer Bar im Zentrum Belgrads zusammen mit etwa 15 weiteren TFC-Anhängern von einer 30-köpfigen Gruppe serbischer Hooligans überfallen und mit Stangen verprügelt worden. Die Polizei hat inzwischen elf Verdächtige, darunter auch den mutmaßlichen Haupttäter, festgenommen.
Während sich im Internet keine tiefgreifenden neuen Erkenntnisse über den Fall des Aston-Villa-Fans Christopher Paul Priest finden lassen (press-schlag.de berichtete, s. “Nr.5?”), wurde inzwischen gemeldet, dass bereits im Februar in Kolumbien der 18-jährige Julián Esteban Giraldo Quiroz Opfer der Feindschaft zweier Klubs aus Medellín geworden ist. Er ist damit im Jahr 2008 das fünfte publik gewordene Todesopfer in Zusammenhang mit Gewalt im Weltfußball – mindestens. (weiterlesen…)
Der Tod von Gabriele Sandri war nach neuesten Erkenntnissen wohl nicht das “tragische Unglück”, als das er zunächst dargestellt wurde. An der Gesamtsituation ändert das aber nichts.(weiterlesen…)