Fans werden Ärmelsponsor beim FC Hansa Rostock


…skandierten Fußballfans früher ironisch, wenn sie sich eines übertriebenen Polizeieinsatzes ausgesetzt wähnten. Als diese Woche gemeldet wurde, in Berlin sei ein Polizist durch einen Helikopterunfall am Olympiastadion ums Leben gekommen, wunderten wir uns dann schon, dass dies im Rahmen der Übung eines “Anti-Hooligan-Einsatzes” geschehen sei.
Jetzt streitet die Politik über die Ursache des Unglücks: mangelnde Sorgfalt, schlechtes Wetter, menschliches Versagen – von Hysterie in der sog. “Sicherheitsdebatte” im Fußball allerdings war kaum die Rede…
Da die Auswahl in diesem Monat besonders schwer fällt, bitten wir unsere Leserschaft um Unterstützung bei der Wahl zur Faninitiative des Monats.
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“Wir werden für den Erhalt der Stehplätze bis zuletzt kämpfen.”

STRANGER! IF YOU COME TO MUNICH - DRINK BEER, GET ON YOUR KNEES AND PRAY!
“Dear Chelsea-Fans,
Serv… Welcome to the City of Munich and the UEFA Champions League Final 2012. Just a few words before the great match on Saturday.
First of all we have to explain, that Munich is not Germany. It is the capital of Bavaria. Here we don’t like problems, we like “Prosit”, especially of “Gemütlichkeit”. Or, in other words: if somebody causes problems, our police can get – unlike in Germany – very “ungemütlich”. Yet we accept the rules of Fairplay. So to say: we treat every creature mady by Ratz… God like the other. That includes human beings, animals and football fans, too. Therefore, our former president, Mr. Edmund Stoiber, explained some years ago our categories. Just set in the word “Fan” instead of “Bär”, then you will quickly understand the rules here in our beautiful Bavaria. Or, in other words: if you decide to act like a “Normalfan” or even a “Schadfan”, you won’t be damaged at all.
And don’t forget: we in Bavaria love our “Gemütlichkeit”, beer – and the strict use of OUR laws…understand?
Pfia… Go ho… with God!”

In Leverkusen hat man sich außerdem vom Bayer-Werkschutz Schilder ausgeborgt und an der Ausfahrt des Trainingsgeländes angebracht…
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Behaupte niemand, im italienischen Fußball würden Emotionen nicht respektiert: erst möchten die Fans des FC Genua schon während des Spiels die Trikots ihrer “Helden” (die gerade 0:4 hinten liegen) haben und sorgen eigens für eine kurze Unterbrechung. Dann kommt die Mannschaft der Bitte sogar nach – geliebt wird von den Ultrá aber der einzige Feldspieler, der sich weigert. (Mehr dazu auch hier)
Wir alle wissen doch: ab Einbruch der Dämmerung geht in Belgien nichts ohne Beleuchtung (hier zum Beispiel typische Laternenbeleuchtung an der Nordseeküste)
Typisch Presse: da helfen sich aus Belgien stammende Anhänger der rheinischen Rivalen 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach mit Konvoifahrt und künstlicher Beleuchtung gegenseitig nach Hause, schon wird daraus ein neuer Fall von Fangewalt gemacht. Wir meinen: Fußballfans sind keine Verbrecher. Ortsunkundige respektieren, Pyrotechnik legalisieren…!
In Brasilien wird z. B. ein Fan erschossen, in Argentinien findet ein Risikospiel auf einer Stadionbaustelle statt, in Griechenland (s. Video) wird durch Randale die Meisterschaft entschieden.
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Die Tage, an denen sich die Maskottchen der Bundesligaklubs noch derart unbeschwert im Stadion bewegen konnten, scheinen gezählt.
Geheime Aufnahmen beweisen aber, dass in Stuttgart bereits Tests vorgenommen wurden, um den VfB-Glücksbringer z. B. unbehelligt ins Stadion zu bekommen (s. Video).
Von offizieller Seite ist vielerorts von der “neuen Dimension der Gewalt” in Deutschlands Fanszene die Rede. Die folgenden Beispiele dafür sind sicherlich ungewöhnlich – und damit selbst für gewaltbereite Kreise nicht beispielhaft. Allerdings wird an ihnen auch deutlich, dass Polizei und Justiz – offenbar nicht unbelastet von der medialen Präsenz des Themas – inzwischen durchaus mit eben solch ungewöhnlicher Härte antworten.
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Die schussfesten Anzüge von Miguel Caballero erfreuen sich seit Jahren auch international großer Beliebtheit. Nach den tödlichen Auseinandersetzungen beim Derby von Medellín am Sonntag könnte nun auch eine Revolution im Merchandisingbereich stattfinden: schuss- und stichfeste Fan-Ausrüstung würde nicht nur die Kollektionen der Klubs erweitern und ihre Einnahmen dadurch erhöhen, sondern Fußballfans auch das Gefühl von mehr Sicherheit verleihen.
Nach der Derby-Pleite in Mainz erwartete die Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern am Sonntag beim Auslaufen ein heißer Empfang. Eine Gruppe von mehreren Personen belegte dabei den israelischen Stürmer Itay Shechter mit antisemitischen Äußerungen und rechtsradikalen Gesten (siehe u. a. hier).
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“Das ist kein Fußball, das ist Krieg und vor uns sterben Menschen.”
Mohamed Abou Treika, Spieler von Al Ahly Kairo, zu den schweren Ausschreitungen nach dem Spiel bei Al Masry Port Said – es sollen heute mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen sein.Das Theater um den Fußball-Manipulationsskandal in Griechenland ist angesichts der politisch brisanten Lage in dem EU-Staat in den Hintergrund gerückt, hatte zuletzt aber auch einiges zu bieten. Nach der Ablehnung der Berufungen von vier Vereinen scheint es nun aber so, als könne die “Super League” endlich in voller Mannschaftsstärke loslegen. Begonnen wurde die Meisterschaft prophylaktisch aber schon mal – Ende August…
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Komisch, aber irgendwie erscheint uns das total peinlich, was gewaltbereite Fans der Athener Fußballklubs AEK und Panathinaikos da bei einer etwas anderen Sportart veranstalten…
In Rumänien wurde die Partie zwischen Petrolul Ploiești und Steaua Bukarest am Sonntagabend nach Ausschreitungen abgebrochen.
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Hier eine Zusammenfassung der unrühmlichen, internationalen Geschehnisse der letzten Zeit zum Thema.
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Beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Griechenland und Kroatien am vergangenen Freitag in Piräus kam es zu Ausschreitungen von Fußballfans. Dabei wurde auch ein Molotowcocktail eingesetzt (siehe 3:40) – wohl gemerkt, im Stadion. Die Partie wurde kurzzeitig unterbrochen.
Hier eine kleine Zusammenfassung der Geschehnisse der letzten Zeit im deutschen Fußball.
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Seinerzeit wehrhafter als so manches heutige Gericht
Vor vier Jahren kam es zu einem Überfall rechter Hooligans aus der Szene von Werder Bremen auf eine Fan-Party im Ostkurvensaal des Weserstadions. Nun wurde das Verfahren bereits am zweiten Verhandlungstag abgeschlossen – die Angeklagten nahmen das Angebot des Gerichts an, gegen ein Geständnis und eine damit verbundene Geldstrafe den Prozess zu beenden. Bei dem Angriff wurden 40 Personen verletzt, die Angeklagten müssen dafür zwischen 300 und 700 Euro bezahlen.
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Ausschreitungen beim Hauptstadtderby in Peru zwischen Universitario und Alianza haben vergangenen Samstag ein Menschenleben gekostet – ein 23-Jähriger erlitt bei einem Sturz von der Tribüne des Estadio Monumental in Lima tödliche Verletzungen.
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In Kolumbien ist ein Fan bei Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gruppierungen ums Leben gekommen. Auch in Athen und Moskau gab es – zum wiederholten mal – blutige Randale.
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Bei internationalen Spielen kommt es immer wieder zu Ausschreitungen – gewaltbereite Fans des FC Zürich etwa haben in der Qualifikationsrunde zuvor schon mal weitere Erfahrungen gesammelt, die sie heute beim Champions-League-Spiel in München möglicherweise gerne unter Beweis stellen möchten. Der zweite Teil zum Thema mit Vorfällen der vergangenen Monate.
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Auch im internationalen Fußball kam es in den vergangenen Monaten zu Ausschreitungen und unsportlichem Verhalten von Fußballfans. Und das nicht nur in Europa, sondern z. B. auch in Asien – wie unser zweiteiliger Beitrag zeigt.
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Aus aktuellem Anlass gilt es mal wieder, einen Blick auf die deutsche Fanszene, die Vereine und die Polizei zu werfen.
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Die Stadt Dessau hat die Austragung des Erstrundenspiels im DFB-Pokal zwischen dem Halleschen FC und Eintracht Frankfurt abgesagt. Grund dafür seien erhebliche Sicherheitsbedenken.
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Einer der berühmtesten Fußballclubs der Welt, CA River Plate Buenos Aíres, steht vor dem ersten Abstieg seiner 110-jährigen Vereinsgeschichte. Das Hinspiel in der Relegation verlor der Klub aus der Hauptstadt Argentiniens beim Zweitligisten CD Belgrano in Córdoba mit 0:2. Dabei musste die Partie nach dem zweiten Treffer wegen Ausschreitungen im Gästebereich und einiger, auf den Platz gestürmter River-Fans für zehn Minuten unterbrochen werden.

Foto: Rike (pixelio.de)