RB Leipzig ist in der chemisch gereinigten Bundesliga angekommen

Die Spur der Steine

Fußball-Business Deutschland

Wer möchte, kann sich an einen Club wie RB Leipzig gewöhnen. Die öffentlich-rechtlichen Medien arbeiten spätestens seit dem Bundesligaaufstieg der Leipziger kräftig daran, uns den Retortenklub schmackhaft zu machen. Die Gegner dieser Entwicklung werden allenfalls noch im Nebensatz erwähnt. Oder alle in einen Topf geworfen.

Immer wieder kommt es vor, dass Unbekannte den Spielbetrieb der “Bullen” behindern wollen. So wurden z.B. in der Nacht vor einem Testspiel von RB Leipzig beim 1. FC Frankfurt/Oder Schrauben und Steine auf das Spielfeld gestreut. Das offizielle Vokabular beim öffentlichen Umgang mit solchen Aktionen ist immer dasselbe. Das sind dann Chaoten und Idioten. Differenziert wird da nicht mehr.

Ohne die Steinestreuer verteidigen zu wollen (solche Aktionen sind letzten Endes sinnlos und halten den Zug der Zeit leider nicht auf), sie stehen doch nicht auf einer Stufe mit Gewalttätern oder Pyro-Zündern. Aber das ist den meisten Vereinen – und den Medien! – egal. Alle werden in einen Topf geworfen. Es wird alles unter dem Nenner “Störung” abgeheftet.

Der Grund für eine Störung gerät völlig in den Hintergrund. So geht’s aber nicht. Denn ob man die Störung nun gut findet oder nicht, sie ist doch Ausdruck von etwas. In obigem Fall Ausdruck eines tiefen Mißbehagens gegen das gesamte Konstrukt RB Leipzig. Und das Mißbehagen kommt nicht von ungefähr. Und muss auch erlaubt sein.

Hinterlasse eine Antwort