Abseits der Events dürfen sich rechte Fans wieder austoben

Endlich wieder richtig Fußball (IV)

Radikalismus, Randale, Rassismus, Rowdytum

“Echte Fußballfans” haben sich ja schwer über den cleanen Fußballevent bei der EURO 2012 mokiert. Nun dürften sie froh darüber sein, dass endlich wieder freie Meinungsäußerung möglich ist – inklusive Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus oder Rechtsradikalismus.

Jüngstes Beispiel: der Auftritt der Fans von Lazio Rom beim Europa-League-Spiel in London. Schwarze Spieler von Gastgeber Tottenham Hotspur waren dabei rassistischen Schmähungen ausgesetzt. Und: man darf gespannt sein, was für eine spezielle Choreographie “Irriducibili” & Co beim Rückspiel in Rom gegen die jüdisch geprägten Spurs präsentieren.

Antisemitismus wurde beim Testspiel Ungarn-Israel im August registriert. Im folgenden Video wird die Agression ungarischer Fans beim Abspielen der Hymnen offensichtlich.

Fans von Lewski Sofia fielen in der Europa-League-Qualifikation gegen den bosnischen Klub FK Sarajevo ebenso mit ethnisch und religiös geprägtem Rassismus auf wie die von Spartak Moskau in der Champions-League-Qualifkation gegen Fenerbahce istanbul.

Rechtsradikale Fans von Lok Moskau wiederum machten sich beim Europa-League-Spiel zwischen Anzhi Machatschkala und AZ Alkmaar bemerkbar. Der Klub aus Dagestan darf seine Europapokal-Heimspiele nicht zuhause bestreiten und nutzte für die besagte Partie das Stadion des russischen Hauptstadtklubs.

Auch aus der Ligue 1 in Frankreich wurde Anfang September ein Fall von Fan-Rassismus publik. Ebenso wie in Deutschland beim DFB-Pokalspiel Chemnitzer FC – Dynamo Dresden. Opfer rassistischer Verunglimpfung wurde dabei Gästespieler Mickael Poté (siehe nachfolgend ab 1:05; ab 3:45; ab 6:55).

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