Spanien: Profifußball und Politik pleite?

Moody’s stuft Blatter herab (V)

Affären / Pleitegeier International

Spaniens Profifußball drücken Schulden in Höhe von über 3,5 Milliarden Euro. Dazu zählen auch 750 Millionen Euro Steuerschulden sowie 500 Millionen Euro an nicht abgeführten Sozialleistungen. Der Staat jedoch kommt den Vereinen sogar noch entgegen. Rainer Franzke entwarf dieser Tage im Kicker dazu ein etwas unappetitliches, aber auch nicht unwahr(scheinlich)es Szenario.

Politik stundet Steuerschulden

Die Schulden beim Fiskus wurden den Fußballklubs demnach bis 2014 gestundet. Deren eigentliche Tilgung soll dann erst bis 2020 abgeschlossen sein.

Atletico in der Analyse

Als Beispiel für die kuriose Situation in Spanien benennt Franzke dabei den frisch gebackenen Europa-League-Gewinner Atletico Madrid, der aktuell allein 155 Millionen Euro Schulden angehäuft hat.

“Atletico Madrid hätte mit seinen Schulden in der Bundesliga keine Lizenz bekommen und schon gar nicht für 40 Millionen Euro im Sommer 2011 Falcao verpflichten dürfen.”

Rainer Franzke im kicker vom 10. Mai

Star-Einkauf Radamel Falcao war dabei mit seinen Treffern maßgeblich an der guten Platzierung der “Rojiblancos” in der Primera División sowie am europäischen Titelgewinn beteiligt.

Fußball und Finanzcrash

Vor diesem Hintergrund malt sich der Finanzfachmann des Kicker ein Szenario aus, das zwar irgendwie nach “schlechtem Verlierer” klingt, aber auch nicht gänzlich von der Hand zu weisen ist.

Sollte nämlich das wirtschaftlich arg gebeutelte Spanien den europäischen Rettungsschirm in Anspruch nehmen müssen, würde z. B. “auch der Fan von Hannover 96 (im Viertelfinale von Atletico eliminiert, die Red.) mit seinem Steuergeld das Milliardenspiel des spanischen Fußballs” mitbezahlen.

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