PSG: Kein Beckham, kein Pato – dafür jetzt Tévez?

Traumpaar: PSG und der Provokateur?

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Auch in der Winter-Transferperiode wollen die Scheichs aus Katar Geld für ihren Klub Paris St. Germain loswerden. Allein: noch wollte kein Star anbeißen. Jetzt aber scheint mit Carlos Tévez doch noch ein dicker Fisch an der Angel zu zappeln. Allerdings gab es bei den früheren Arbeitgebern des Argentiniers mit schöner Regelmäßigkeit Ärger…

Erst ManU, …

Schon das Theater um seinen Wechsel von West Ham United zu Manchester United im Jahr 2007 (press-schlag.de berichtete) brachte Tévez bzw. dessen dubiose Besitzer in die Schlagzeilen. Nach knapp zwei Jahren mit insgesamt 34 Pflichtspieltreffern für die Red Devils war er dann aber bei Trainer Alex Ferguson nicht mehr glücklich. Tévez monierte sinkende Einsatzzeiten – so lehnte er das Angebot eines Fünfjahresvertrags ab, der ihn zu den Topverdienern bei ManU gemacht hätte.

…dann ManCity

Ausgerechnet beim Erzrivalen Manchester City unterschrieb der Argentinier dann im Sommer 2009. Daraufhin wurde ihm nachgesagt, dass er sich allein für das Geld der City-Scheichs entschieden habe. Es folgten zwei Topsaisons, in denen er es auf 52 Pflichtspieltreffer für seinen Arbeitgeber brachte. Darunter zwei, die ihn besonders populär bei den Citizens machten: im Januar 2010, beim 2:1-Sieg gegen den Stadtrivalen im League Cup.

Doch zu Beginn dieser Saison war es plötzlich vorbei: Tévez bekam bei Trainer Roberto Mancini kein Bein mehr an die Erde. Ganze fünf Pflichtspieleinsätze mit insgesamt 190 Minuten Spielzeit – dann sein großer Auftritt Ende September beim Champions-League-Gruppenspiel in München: laut Mancini hatte es der Argentinier abgelehnt, sich kurz vor Schluss beim Stand von 0:2 einwechseln zu lassen.

“Hasta la vista, baby!”

Zwar zahlte Tévez die Geldstrafe von vier Wochengehältern (umgerechnet rund 1,1 Millionen Euro), das Tischtuch zwischen Trainer und Star blieb durch den Vorfall aber endgültig zerschnitten. Doch nicht nur das: der zwischenzeitlich bei den Fans so populäre Tévez hatte es sogar so weit gebracht, dass ein Wettanbieter zum Manchester-Derby im Oktober 2011 die Aktion “Trash Your Tévez Shirt” initiierte – Anhänger von United und City konnten dabei einträchtig ihre Trikots mit der Nummer 32 des Argentiniers in einem Müllwagen entsorgen.

Selbst auf dem Transfermarkt eine Reizfigur

Hatte der Südamerikaner somit seinen Ruf auf der Insel ruiniert, war man andernorts weniger zimperlich – dabei eignete sich der Name Tévez mal wieder zur Austragung von Erzrivalitäten. In der Zwischenzeit stand er nämlich schon mal bei den ewigen Kontrahenten Real Madrid und FC Barcelona auf der Liste.

Richtig ernst wurde es aber erst beim AC Mailand, der den Argentinier zunächst ausleihen und dann im Sommer für 24 Millionen Euro verpflichten wollte – falls man bis dahin Robinho oder Alexandre Pato losgeworden sei. Daraufhin schaltete sich, logisch, Stadtrivale Inter ein und bot ein Ausleihgeschäft mit Kaufgarantie im Sommer an – für 25 Millionen. So kam es zu bizarren Verhandlungsabläufen.

Während Milans Vize-Präsident Adriano Galliani am Donnerstag mit dem Angreifer von Manchester City in Rio de Janeiro verhandelte, traf sich Inters Sportdirektor Marco Branca zu Gesprächen mit City-Manager Brian Marwood.

aus: transfermarkt.de vom 06.01.2012

Allerdings war man sich dem Vernehmen nach mit Milan fast einig – bis der Transfer von Pato zu Paris St. Germain für kolportierte 35 Millionen Euro platzte. Nach eigener Aussage war allein Silvio Berlusconi für das Scheitern des Transfers verantwortlich, weil er große Stücke auf den jungen Brasilianer hält. Damit war für Tévez allerdings die Tür zu beim AC. Inter wiederum hatte den Transfer offenbar schon abgehakt, womit der 28-Jährige kurzfristig ganz ohne Angebot dastand.

Endstation PSG

Aber irgendwo ist immer ein Verein, der genug Geld bietet für einen wie Carlos Tévez. In diesem Fall ist es Paris St. Germain, das nun offenbar den Deal mit dem Starstürmer abwickelt. Bei David Beckham (press-schlag.de berichtete) und Pato abgeblitzt, wollen die Scheichs aus Katar nun mit Tévez ihren Toptransfer der Winterperiode landen.

Noch allerdings ist die Sache nicht in trockenen Tüchern – denn laut dem neuen PSG-Trainer Carlo Ancelotti geben sich gerade die Berater von Stars wie Fernando Torres, Edinson Cavani oder Dimitar Berbatov in der französischen Hauptstadt die Klinke in die Hand. Und auf Kaká ist der italienische Star-Coach ohnehin scharf. Vielleicht kommen sie ja aber auch alle – früher oder später.

Derweil stellt sich im Fall Carlos Tévez die Frage, wie lang der es wohl an der Seine aushält. PSG-Erzrivale Olympique Marseille darf sich unterdessen schon mal auf ein Gastspiel des Argentiniers freuen – in spätestens zwei jahren dürfte es wohl so weit sein…

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