Peru: Ein toter Fußballfan bei Hauptstadtderby

…das Grauen…

Radikalismus, Randale, Rassismus, Rowdytum

Ausschreitungen beim Hauptstadtderby in Peru zwischen Universitario und Alianza haben vergangenen Samstag ein Menschenleben gekostet – ein 23-Jähriger erlitt bei einem Sturz von der Tribüne des Estadio Monumental in Lima tödliche Verletzungen.

Nach dem Treffer zum 2:1 unmittelbar vor Ende der Partie war es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen, in deren Folge der Alianza-Anhänger Walter Oyarce Domínguez vom VIP-Bereich der Tribüne in die Tiefe gestürzt wurde.

Die radikale Fangruppierung “Trinchera Norte” des Klubs Universitario wies jegliche Verwicklung in den Todesfall von sich. Fünf der unmittelbar an den Auseinandersetzungen beteiligten und identifizierten Personen werden jedoch Untergruppierungen dieser Ultra-Bewegung zugerechnet und sind bereits wegen Gewaltdelikten auffällig geworden.

Einer von ihnen hat sich inzwischen der Justiz gestellt, macht allerdings von seinem Schweigerecht Gebrauch. Ein weiterer erklärte in einem geheim geführten TV-Interview, keiner der genannten Männer sei für den Tod Oyarces verantwortlich. Ein anderer der fünf Identifizierten floh Stunden nach dem Spiel mit dem Flugzeug in die USA und soll sich derzeit in Los Angeles aufhalten.

In einer Meldung des SID hieß es, nach Zeugenaussagen sei rund um das Spiel keine Polizei im Einsatz gewesen. Andere Quellen sprechen hingegen von bis zu 4.000 Sicherheitskräften bei der als Risikospiel eingestuften Partie – die Kritik richtet sich hierbei gegen die Polizei, die die Ausschreitungen nicht verhindern bzw. unterbinden konnte.

Auch die offenbar mangelhaften Vorkehrungen in peruanischen Fußballstadien geraten im Zuge des Todesfalls wieder in den Fokus der Öffentlichkeit.

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