Russland: Profi zur Vertragsauflösung gezwungen?

Überzeugungsgewalt

Affären International

Fußballprofi Nikola Nikezic wurde im März 2011 eigenen Aussagen zu Folge gewaltsam davon überzeugt, seinen noch ein Jahr gültigen Vertrag mit dem russischen Erstliga-Aufsteiger FK Kuban Krasnodar aufzulösen.

Mehrfach soll der Verein ihn dazu aufgefordert haben, Nikezic aber hatte abgelehnt. Am 7. März habe ihn dann der Co-Trainer nochmals darauf angesprochen, der Nationalspieler von Montenegro wollte aber wieder nichts von einer Vertragsauflösung wissen. Daraufhin hätten “zwei kräftig gebaute Männer”, einer von ihnen mit Pistole im Halfter, den Raum betreten. Der Trainerassistent wiederum verließ den selbigen. Was dann folgte, wurde nach Nikezic’ Angaben wie folgt beschrieben.

“Beide Männer fügten ihm harte Schläge auf die Leber zu, warfen ihn zu Boden und begannen ihn zu würgen.”

Beschreibung der Vorgänge auf Russland-Aktuell

Die Tortur soll etwa 20 Minuten gedauert haben. Da Nikezic um sein Leben fürchtete, unterschrieb er schließlich ein ihm unbekanntes Dokument.

Ein Vereinssprecher wies die Vorwürfe umgehend als “ungeheuerlich” zurück. Die Pressestelle von Aleksander Tkatschow, Gouverneur von Krasnodar und Präsident von Kuban, erklärte, dieser habe keine Kenntnisse über einen derartigen Vorgang.

Nikezic wird bei transfermarkt.de inzwischen als vereinslos geführt.

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