DFL: Strafen wegen unsportlichen Verhaltens von Fans

Auszug aus dem Strafregister

In den vergangenen Monaten gab es verschiedene Geldstrafen gegen Erst- und Zweitligisten – vornehmlich wegen “unsportlichen Verhaltens” ihrer Fans.

Bundesliga

Bayern München: 10.000 Euro

Zünden von pyrotechnischen Gegenständen oder Rauchbomben in Hannover, Freiburg, Frankfurt und Hamburg (FC St. Pauli).

Borussia Dortmund: 8.000 Euro

Abbrennen von Pyrotechnik in Mönchengladbach bzw. gegen Nürnberg.

1.FC Nürnberg: 8.000 Euro

Wegen des Werfens zweier Feuerzeuge bzw. einer Flasche gegen Bremen. Dazu nach Spielschluss zwei volle Trinkbecher bei Abgang des Schiedsrichtergespanns.

Hamburger SV: 7.000 Euro

Wegen nicht ausreichenden Ordnungsdienstes – beim Heimspiel gegen Köln war ein Gästefan auf den Platz gelaufen, das Spiel musste kurzzeitg unterbrochen werden. Dazu das Abbrennen mindestens sechs Bengalischer Feuer gegen Hannover 96.

SC Freiburg: 6.000 Euro

Wegen Werfens von insgesamt vier Bierbechern auf das Spielfeld und in Richtung des Schiedsrichterassistenten während einer Spielunterbrechung.

FC Schalke 04: 5.000 Euro

Zünden einer Rauchbombe in Hamburg (FC St. Pauli), dazu Abfeuern einer Leuchtkugel auf das Spielfeld.

1.FC Köln: 5.000 Euro

“In der Partie zwischen 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Köln wurde vor Spielbeginn im Kölner Zuschauerblock eine Rauchbombe gezündet, wodurch sich der Spielbeginn um 30 Sekunden (sic!) verzögerte.” (sport-news.ws) In Wolfsburg wurde dazu im Gästeblock ein Bengalisches Feuer gezündet.

Zweite Liga

FC Energie Cottbus: insgesamt 27.500 Euro

5.000 Euro wegen unsportlichen Verhaltens im Heimspiel gegen Duisburg (Zünden eine Knallkörpers, Feuerzeugwurf).
22.500 Euro (höchste Strafe der Vereinsgeschichte) wegen Zündens mehrerer Knallkörper und Abschießens mehrerer Leuchtkugeln in Aue. Nach Stadiondurchsage weiteres Abbrennen von Pyrotechnik, dabei wurde mindestens eine Fackel in Richtung eines Cottbuser Spielers geworfen, der die Fans beruhigen wollte. Es folgte eine knapp zehnminütige Unterbrechung, weil sich die Situation im Gästeblock nicht beruhigen wollte.

Dieses Video zeigt, dass im Gästeblock die Stimmung geteilt war über die Aktionen einiger Fans

Und so sah das Ganze von vorne aus – zu sehen auch eine schwarz-weiß-rote Fahne sowie ein Banner der “New Society”, einer rechten Organisation aus dem Umfeld des mit Aue verfeindeten Chemnitzer FC.

MSV Duisburg: insgesamt 8.000 Euro

Mehrfaches Zünden von Knallkörpern im Februar in Oberhausen (5.000 Euro).
Dazu Abbrennen eines Bengalischen Feuers in Frankfurt (FSV).

Fortuna Düsseldorf: 6.000 Euro

In Duisburg: Entzünden mehrerer Bengalischer Feuer, eines davon wurde an den Spielfeldrand geworfen. Später dazu Rauchpulver und ein weiterer Bengalo angesteckt, der auch Richtung Spielfeld geworfen wurde. Dazu Abbrennen eines Bengalischen Feuers in Oberhausen.

1. FC Union Berlin: 5.000 Euro

Beim Heimspiel gegen Bielefeld wurden in der 22. Minute mehrere Trinkbecher aufs Feld geworfen.
Dazu das Zünden einer Rauchbombe in Düsseldorf.

FC Erzgebirge Aue: 4.000 Euro

Wegen nicht ausreichenden Ordnungsdienstes im Heimspiel gegen Cottbus. Mehrere Leuchtkugeln aus dem Gästeblock, danach sorgte das Abbrennen weiterer pyrotechnischer Gegenstände trotz einer Stadiondurchsage für eine knapp zehnminütige Unterbrechung.

SC Paderborn: 4.000 Euro

Benutzung von Pyrotechnik bei den Spielen in Oberhausen und Bielefeld im Februar.

Rot-Weiß Oberhausen: 3.000 Euro

Drei Rauchbomben im Heimspiel gegen Fürth.

Ausschreitungen von Fans und Polizei

Ferner kam es nach den Partien Hamburger SV – Hannover 96 bzw. VfL Wolfsburg – FC St. Pauli am Bahnhof Uelzen zu Schlägereien zwischen rivalisierenden Anhängern. Dabei sollen Hannover-Fans die ebenfalls auf dem Heimweg befindlichen St. Paulianer angegriffen haben. Nach der Weiterfahrt der Niedersachsen wurde noch im Zug sowie am Hauptbahnhof Hannover randaliert.

In der Niederrhein-Liga wurde die Partie zwischen Germania Ratingen und dem KFC Uerdingen in der 73. Minute abgebrochen. Nachdem aus dem Gästebereich mehrere Feuerwerkskörper und eine Rauchbombe Richtung Spielfeld geworfen worden waren, stürmte die Polizei den Block und ging mit Pfefferspray gegen die Fans vor. Dabei wurden 14 Personen verletzt, drei davon schwer.

“Ich habe noch mit dem Beamten gesprochen und ihm gesagt, wer ich bin und dass er mich mit den Fans reden lassen soll. Dann hebt er ohne Vorwarnung die Flasche und sprüht mir mitten ins Gesicht.”

Lakis Kourkoudialos, Vorstand des KFC, wurde bei dem Einsatz ebenfalls verletzt

Näheres zu den beiden Vorfällen hier.

Zum Blog “Pyrotechnik legalisieren”

Eine Antwort zu “DFL: Strafen wegen unsportlichen Verhaltens von Fans”

  1. [HWLUXX] Fussball-Sammelthread - "Das Runde muss ins Eckige!" - Seite 221 - Forum de Luxx sagt:

    [...] Zitat von MrWahoo Wo gibts denn diese Tabelle? Gefunden habe ich das hier: DFL: Strafen wegen unsportlichen Verhaltens von Fans [...]

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