Stadien in Erfurt und Jena werden modernisiert
Bau auf, bau auf!
Fußball-Affären Deutschland
Der Umbau der Spielstätten des FC Rot-Weiß Erfurt und des FC Carl Zeiss Jena ist nach langen Verhandlungen beschlossen worden. Die Kosten für die perspektivisch wichtigen Modernisierungen übernimmt zum großen Teil das Land Thüringen, den Rest steuern die Städte bei.
Umstrittene Entscheidung
Am Montag erklärte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD), dass die beiden Stadien für insgesamt etwa 50 Millionen Euro modernisiert würden. Demnach sollen die Städte als Betreiber 15 Prozent der Kosten tragen, den Rest bestreitet das Land Thüringen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Ost.

Trägt offenbar keine Vereinskrawatte: Kritiker Michael Heym (CDU)
Der Fall Erfurt
Das Steigerwaldstadion soll nun bis 2013 für 27 Millionen Euro in eine Multifunktionsarena (siehe hier) umgebaut werden. Das Land Thüringen übernimmt dabei rund 22 Millionen Euro der Kosten, den Rest trägt die Stadt Erfurt.

Alles rot-blau-weiß-gelb: Christine Lieberknecht (CDU)
Der Fall Jena
Das Ernst-Abbe-Sportfeld wird für etwa 22 Millionen Euro (hier steuert das Land 18 Millionen Euro aus Fördermitteln bei) umgebaut. Das modernisierte Stadion soll dann auch anderen Vereinen aus Jena bzw. Tagungs- und Kongressveranstaltungen zur Verfügung stehen.
“Natürlich werden sich Service und Komfort deutlich verbessern. Dadurch wird ein Stadionbesuch zukünftig attraktiver.”
Roy Stapelfeld, Geschäftsführer FC Carl Zeiss Jena“Ein Traum geht in Erfüllung”, meint Carl-Zeiss-Präsident Hartmut Beyer zur Entscheidung des Thüringer Wirtschaftsministeriums. Anfang 2012 könnte der Umbau bei laufendem Spielbetrieb beginnen, Mitte 2013 sollen die Arbeiten dann abgeschlossen sein. Die neugestaltete Arena wird ein Fassungsvermögen von rund 17.000 Besuchern haben. Für Nostalgiker soll einer der vier Flutlichtmasten als Wahrzeichen erhalten bleiben.