Wieder mal etwas über Gewalt – manchmal fällt sie aber auch ins Wasser…

No Fun

Radikalismus, Randale, Rassismus

Lange nichts mehr zum Thema veröffentlicht – wenn man versucht, sich damit möglichst gründlich zu beschäftigen, bleibt nämlich wenig Zeit, sich noch mit den anderen Bereichen dieser Homepage auseinanderzusetzen. Deswegen wissen wir auch noch nicht, ob wir diesen Themenkomplex überhaupt weiterführen…

Wer interessiert ist, findet sicherlich auch andere Informationsquellen, und außerdem macht die Thematik abgesehen vom hohen Zeitaufwand auch noch am wenigsten Spaß – hier aber auf jeden Fall aus aktuellem Anlass ein paar neue Infos…

1. FC Köln

Anhänger des 1.FC Köln randalierten mehrfach in Lokalen während des Trainingslagers Ende Juli in Tröpolach/Österreich. Nach dem Testspiel gegen RC Lens z. B. wurden dabei vier Menschen zum Teil schwer verletzt. Gegen zwei Gewalttäter wurde Haftbefehl erlassen. Der FC will mit Stadionverboten reagieren, sobald die Personalien der Randalierer vorliegen.

AEK Athen

Etwa ein Dutzend Anhänger von AEK Athen griffen bei einem Testspiel den Trainer ihres Vereins, Dusan Bajevic, an. Der ehemalige Nationalspieler Jugoslawiens ging dabei zu Boden, wurde aber nicht nennenswert verletzt. Bajevic ist bei Teilen der radikalen Fans verhasst, seit er AEK in den 90er Jahren verließ und u. a. mit dem Erzrivalen Olympiakos Piräus arbeitete. Vor zwei Jahren kehrte er dann zu AEK zurück. Die Trainingspartie wurde im Übrigen wegen des Vorfalls kurz vor Spielende abgebrochen.

Paris St. Germain

Ausschreitungen auch wieder bei Paris St. Germain: vor dem Saison-Auftaktspiel gegen St. Etienne demonstrierten Fußball-Anhänger gegen neue Sanktionen wie etwa ein Verbot der freien Sitzplatzwahl in der Fan-Kurve oder das strikte Alkoholverbot im und um das Stadion Parc des Princes. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Zwischenzeitlich wurden 249 Personen – zum Großteil PSG-Fans – festgenommen. Neun von ihnen verblieben in Gewahrsam.

Italien

Das italienische Innenministerium verzeichnete in der abgelaufenen Spielzeit 18 Prozent mehr Vorfälle im Zusammenhang mit Ausschreitungen bei Fußballspielen der Serie A als in der Saison 2008/09. In der zweiten Liga betrug die Steigerungsrate 20 Prozent – die Zahl der Verletzten stieg hier um 71 Prozent gegenüber der Vorsaison. Insgesamt wurden gegen 1840 Fans Stadionverbote verhängt.

Keine Randale wegen Boykott?

Keine Ausschreitungen wird es hingegen wohl beim Berliner Oberligaspiel zwischen Union II und dem BFC Dynamo am 22. August geben. Nachdem sich die Vereine nicht auf die Anzahl der zur Verfügung gestellten Gästekarten einigen konnten – Union bot 1.300 Tickets an, der BFC hingegen forderte 3.000 -, haben sich die Hohenschönhauser zu einem Fan-Boykott der Partie entschlossen.

Hochwasser vs. Hooligans

Höhere Gewalt verhinderte indes auch Ausschreitungen beim Leipziger Stadtderby: die Polizisten, die das Spiel zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen am Wochenende absichern sollten, wurden im Hochwassereinsatz benötigt, worauf die Partie im Einvernehmen mit dem Veranstalter abgesagt wurde. In diesem Fall allerdings ist die Randale wohl nur verschoben worden…

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