Je ein Toter in Frankreich, Kolumbien und Argentinien

…, das Grauen,…

Radikalismus, Randale, Rassismus
Drei weitere Todesopfer in Zusammenhang mit Fußball

Der bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen im Umfeld der Partie Paris St. Germain – Olympique Marseille (28. Februar) schwer verletzte Yann L. ist tot.

Der 37-Jährige, Mitglied der rechten PSG-Fangruppierung “Kop de Boulogne”, war in Folge u. a. schwerer Kopfverletzungen zunächst in ein künstliches Koma versetzt worden und in der Nacht zu Donnerstag gestorben.

Die Auseinandersetzungen hatten sich – nicht zum ersten Mal – mit einer rivalisierenden Pariser Fangruppe abgespielt, die ihre Leute vornehmlich aus den Einwanderervierteln rekrutiert. Fans von Olympique Marseille waren zu dem Spiel aus Protest gegen die drastischen Sicherheitsvorkehrungen nicht angereist. (Nähere Infos u.a. hier)

In Kolumbien sorgte die Rivalität zwischen den Medelliner Vereinen Independiente und Nacional – ebenfalls nicht zum ersten Mal – für ein Todesopfer. Der 22-jährige Independiente-Anhänger Juan Gomez wurde bei einer Messerstecherei zwischen zwei Fangruppen im Umfeld der Partie seines Klubs gegen Racing Club de Montevideo (Copa Libertadores) am 18.03. tödlich verletzt. Das Spiel fand dabei nicht einmal in Medellin, sondern im etwa 300 Kilometer entfernten Manizales statt.

Der Ex-Chef der “Barra Brava” (also der ultrafanatischen Anhänger) des Klubs Newell´s Old Boys aus dem argentinischen Rosario wurde ermordet. Der Leichnam von Roberto “Pimpi” Camino wies mehrere Schussverletzungen auf und war vor einem städtischen Krankenhaus abgelegt worden (19.03.). Camino soll in zahlreiche illegale Geschäfte verwickelt gewesen sein.

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